Action wegen Jugendknast

Indy artikel 12.07.09

Letzte Woche gab es in der Berliner Jugendhaftanstalt Kieferngrund Stress. Die Justizsenatorin schob das zuerst auf das heiße Wetter. Hier die wahren Gründe und was dann geschah.

Das was von der Presse als Revolte und Meuterei bezeichnet wurde, nahm letzten Samstag seinen Anfang mit einem Gespräch eines jugendlichen U-Gefangenen. Dieser unterhielt sich abends am Zellenfenster mit seinem Nachbarn. Streng verboten in der U-haft und deshalb kam auch ein Rollkommando der Schliesser zum Einsatz. Diese Beamten waren nicht grade leise und freundlich zu dem Gefangenen, bei dem Einsatz ging wohl auch was kaputt, das Fenster wurde abgeschlossen. Andere Gefangene wurden aus Protest gegen die Schliessergewalt laut und dabei gingen wohl noch mehr Zelleneinrichtungen zu Bruch.
Berliner Morgenpost – Senatorin unter Druck – CDU fordert Sondersitzung zur Gefängnis-Revolte

Anstaltsleiter Marius Fiedler (übrigens ein wirklich fieser Typ) forderte im Rechtsausschuss harte Strafen und Schadenersatz von den Gefangenen. Aus dem Polizeibericht von heute ist zu entnehmen, dass vermutlich mindesten ein Auto von einem Schliesser vor dem Jugendknast gebrannt hat.
Berliner Morgenpost – Auch in Lichtenrade brennen Autos

Heute Nachmittag zogen ein Duzend AktivistInnen vor die Jugendarrestanstalt und den U-Haftbereich in Lichterfelde. Vor beiden Anstalten wurde den Gefangenen über Megafon Solidarität versichert. Sprechchöre richtetetn sich gegen das barbarische Knastsystem, die Gefangenen antworteten mit ACAB- Rufen. Eine gelungene Interaktion, die das Wachpersonal überrumpelte. Nach jeweils einer Viertelstunde verschwanden die UnterstützerInnen.
Lasst die Gefangenen nicht alleine mit dem Schlägerpersonal !





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