Antiknastabend Berlin – Februar 2010 programm

Am 5.02.09, gibt es Film & Konzert @ XB, ab 20:00 Uhr – Liebig14 Antiräumung festival
„Wie ist die Stadt deiner Träume -
RAW wir sind gekommen und zu bleiben“ (Film)
Transit FM (funk/rock/hop)
TuneUp (jamsession)
Afterwards: DJ La Roché (mixeup flavour)

WIR BLEIBEN ALLE !

12.02.10 --> Linuxcafé – VoKü für Stressfaktor – Film
19.02.10 --> Infoveranstaltung mit Tobias P.
26.02.10 --> Solitresen für Bucher in Knast schiken

Die schönen Flyers sind da --> Februar 2010

Ab der 12.02.10, werden wir regelmässige VoKü vom UnruheHerd !!!

Andenne/Belgium – Alexandre Varga suicided in the prison of Andenne after failed escape

Friday night, Alexandre Varga pulled out a knife and took hostage a guard. He forced the other guards to open alle doors of the prison. When Varga came out of the prison, the guard taken hostage was able to run away thanks to the other guards who were following Varga. Varga started to run, but was caught very fast.

A day later, after that the guards placed Varga in the isolation unit and after that the guards declared to make a strike of 48h against the „violence of the prisoners“, Varga was suicided in prison. He would have hung himself. Every death in prison is a murder of the State.

Alexandre Varga was condemned to 18 years for several robberies, one on a supermarket and some others against money transports. In 2008 he appeared in front of court with an orange shirt with „GUANTANA-MONS“ to denounce the mistreatements of psychiatrical prisoners by guards in the prison of Mons.

suie et cendres

Aktionstag für Theodoris am 1 Februar

indy artikel

Der Gesundheitszustand von Thodoris Iliopoulos, der bei der griechischen Dezember-Revolte verhaftet wurde, spitzt sich gefährlich zu. Er befindet sich jetzt seit 41 Tagen im Hungerstreik. Eine Internationale Solidaritätsinitiative hat für den 1. Februar zum Aktionstag aufgerufen, um seine Freilassung zu erkämpfen.

Thodoris wird bereits seit acht Monaten unter absurden Anschuldigungen im Athener Koridalos-Gefängnis festgehalten. Zusammen mit einem zweiten Aktivisten, Nikos Tsouvalakis, befindet er sich seit 41 Tagen im Hungerstreik, um die Freilassung aus der Untersuchungshaft zu erreichen. Bei einer medizinischen Untersuchung am Dienstag konnte ihm nicht mehr genügend Blut abgenommen werden. Inzwischen wurde auch die Anwältin Marouska Spiraki verhaftet, als sie an einem Athener Gerichtsgebäude Solidaritätsplakate und Parolen für Thodoris anbrachte. Zuvor waren weitere Insassen der Athener Haftanstalt Koridalos aus Protest in den Hungerstreik getreten.

Thodoris Iliopoulos war am 18. Dezember 2008 bei den Athener Ausschreitungen nach dem Tod des 15-jährigen Alexandros Grigoropoulos, den Polizisten wegen eines Wortwechsels auf offener Straße niederschossen, festgenommen worden. Die Anklagebehörde beschuldigt Thodoris, Steine und Molotow-Cocktails auf Polizisten geworfen zu haben. Er hat diesen Vorwurf, der sich lediglich auf Polizeiaussagen stützt, von Anfang an bestritten. Nachdem seine siebenmonatige Untersuchungshaft im Juli erneut verlängert wurde, trat er in den Hungerstreik. Iliopoulos und Tsouvalakis, dem Diebstahl eines Laptops vorgeworfen wird, sind die beiden letzten Gefangenen, die wegen der Athener Dezember-Revolte noch in Untersuchungshaft sitzen. Alle anderen damals Festgenommenen wurden inzwischen freigelassen.

Die Website „Occupied London“ hat vorgestern folgenden Aufruf veröffentlicht:

INTERNATIONALE SOLIDARITÄTSINITIATIVE FÜR THODORIS ILIOPOULOS

AUFRUF ZUM AKTIONSTAG FÜR DIE SOFORTIGE FREILASSUNG VON THODORIS ILIOPOULOS, IM HUNGERSTREIK SEIT DEZEMBER 2009

Am Aktionstag wird Thodoris am 45. Tag im Hungerstreik sein, seine Situation ist sehr kritisch.

Wir rufen alle solidarischen Gruppen auf, ihre Aktionen – Propaganda, Infoaktionen, Demonstrationen – zu koordinieren, die auf die sofortige Freilassung von Thodoris aus der Untersuchungshaft abzielen. Aus diesem Grund haben wir am 1. Februar 2010, um 20 Uhr als Datum festgelegt, an dem wir unsere Stimmen und unsere Stärke vereinen wollen, um die sofortige Freilassung des hungerstreikenden Thodoris Iliopoulos zu erreichen.

Als Teil dieser Aktion organisiert die Solidaritätsinitiative für Thodoris Iliopoulos am 1 Februar, um 20 Uhr ein Solidaritätskonzert in Athen auf der Akropolis, an den Propyläen (Eingangsbau).

Kämpft für seine Verteidigung und Freilassung ! Unsere Unterstützung ist Thodoris’ Atem !

Laßt seine Stimme überall auf der Welt erklingen !!

Links

Interview mit Thodoris Iliopoulos (1 Februar 2010)

Verhaftung der Anwältin Marouska Spiraki

Irregular Updates after the Greek Riots (Übersetzungen)

Article about Thodoris & Greek Riots („The Palestine Telegraph“, 16. August 2009)

Greek Site for Thodoris Iliopoulos

Voices of Resistance from Occupied London

Prozessauftakt gegen die Mörder von Alexis

indy artikel

Am heutigen Mittwoch den 20. Januar begann der Prozess gegen die beiden Polizisten, die am 6. Dezember 2008 im Athener Stadtteil Exarcheia an der Erschießung des 15jährigen Anarchisten Alexandros Grigoropoulos beteiligt waren. Der Prozess, der im Amfissa, einer Stadt 200 Kilometer nördlich der Hauptstadt stattfindet, wurde nach nur wenigen Minuten vertagt und findet am kommenden Freitag seine Fortsetzung. Das Gericht hatte einem Antrag der Verteidigung der Bullen stattgegeben, da diese vor einem anderen Gericht Verpflichtungen hatten.

Die Mutter von Alexis hatte mehrere Male versucht eine Verlegung des Prozesses nach Athen zu erreichen, da es einer Vielzahl der ZeugInnen und ihrer 86jährigen Mutter nicht möglich sei nach Amfissa zu kommen, was aber abgelehnt wurde. In den Wochen vor dem Prozess wurde versucht in der Presse der Stadt Amfissa eine Angst vor den AnarchistInnen zu schüren und behauptet, dass diese zum Prozess kommen werden und die Stadt in Schutt und Asche legen werden. Mit dieser Behauptung wurde auch die Verlegung des Prozesses nach Amfissa gerechtfertigt. In der Stadt reagierten einige der Geschäftstreibenden und verbarrikadierte ihre Schaufenster vor Angst vor den von den Medien herbeigeredeten Randalen.

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Berlin: Sponti wegen Durchsuchungen zu DD



Heute fand in Berlin und Sachsen eine Durchsuchungswelle gegen linke und antifaschistische Einrichtungen statt, die die Proteste gegen den Naziaufmarsch am 13.02.2010 in Dresden unterstützen.

Unter anderem wurde der Antifa-Laden „Red Stuff“ in Berlin-Kreuzberg, das Infobüro in der Landesgeschäftsstelle der LINKEN in Dresden, sowie das Autonome Zentrum Conni in Dresden durchsucht. In Berlin wurden sämtliche Mobilisierungsmaterialien beschlagnahmt die zu den Protesten gegen den größten europäischen Naziaufmarsch aufrufen. Begründet wird dies im Durchsuchungsbeschluss damit, dass das Aufrufen zu zivilem Ungehorsam und Blockaden ein öffentlicher Aufruf zu Straftaten sei. Das bundesweite Bündnis „Dresden Nazifrei“ , das zu den Blockaden aufruft, besteht aus über 230 Organisationen und Gruppen sowie über 800 Einzelpersonen.Antifaschismus ist nicht kriminell, sondern notwendig!

Demo heute 19.01.10 in Berlin: 20 Uhr, Heinrichplatz, Berlin-Kreuzberg

http://www.antifa.de
http://www.dresden-nazifrei.de

Ende gut. Alles gut? Reflexionen nach einer Prozess-Farce

Liebe Prozessbeobachterinnen und Prozessbeobachter,

am Mittwoch, den 20.01. um 9:00 Uhr solltet der Prozess gegen Yunus und Rigo weiter. Voraussichtlich wird die Beweisaufnahme geschlossen werden. Ob es schon ein erstes Plädoyer geben wird, ist unklar.
---> Ankündigung : die Verhandlung am Mittwoch, den 20.01. fällt wegen Krankheit eines der Schöffen aus.
achtet auf http://www.yunus-rigo-prozess.de/home/

Nach dem zu erwartenden Ende des Prozesses laden wir alle Beobachter, Sympathisanten und Interessierte am 30.01. in die Waldorfschule Mitte um 19:00 Uhr ein:

Podiumsdiskussion : „Ende gut. Alles gut? Reflexionen nach einer Prozess-Farce.“

mit den Verteidigern Christina Clemm, Ulrike Zecher, Ulrich von Klinggräff, Dr. Stefan König, Samy Harraz (SPD) und Benedikt Lux (Grüne)

Dieser Prozess hat viele von uns sehr bewegt. Er begann in einem Klima der öffentlichen Vorverurteilung und sollte die konsequente Ahndung linksextremer Gewalttaten vorführen. Gekommen ist es anders.

hier auf ihnen Seite

Radiointerview zur Kriminalisierung des Gefangenen Info

Am Montag, den 18 Januar wird im Rahmen des Magazin International der betroffene Redakteur des Gefangenen Infos, Wolfgang Lettow, interviewt.
Magazin International – Themen (fast) rund um die Welt- sendet als Webradio bei Radio Flora aus Hannover von 19 – 20 Uhr. Wiederholt wird das am Mittwoch, den 20.1. von 11 – 12 Uhr.

Zu hören per livestream: www.radioflora.de

Zum Hintergrund des Verfahrens:
Strafbefehl on 2800 Euro Info gegen den presserechtlich verantworlichen Redakteur des Gefangenen Infos
Das Berliner Amtsgericht Tiergarten hat gegen den presserechtlich verantwortlichen Redakteur des Gefangenen Infos, Wolfgang Lettow, einen Strafbefehl von 2800 Euro (40 Tagessätze) erlassen. Dagegen ist natürlich Einspruch erhoben worden und demnächst wird dann zu einem Verfahren vor dem dortigen Gericht kommen.
Im Düsseldorfer §129 b Verfahren gegen Faruk Ereren kriminalisiert der Vorsitzende Richter des 2. Strafsenates Berthold Klein bzw. die Präsidentin des OLG Düsseldorf die Medienöffentlichkeit. Die betreffende Passage in dem abgedruckten Artikel „Blind in Beugehaft“ aus der Ausgabe 348, die dem „Gefangenen Info“ eine Anzeige einbrachte, lautet:
„Besonders zynisch bemerkte der Vorsitzende Richter des 2. Strafsenates, für Nuri (Eryüksel) sei die Beugehaft wohl ein wirksames Mittel, um sich zu besinnen, denn er sei ja erblindet“.
Nuri verbüßte insgesamt 17 Jahre in Deutschland und der Türkei in Haft wegen angeblicher Mitgliedschaft in der DHKP-C. Während seiner Knastzeit in der Türkei wurde Nuri regelmäßig gefoltert, infolge dessen er erblindete. Da Nuri die Aussage im Düsseldorfer Prozess gegen Faruk Ereren verweigerte, war er im Sommer 4 Wochen in Beugehaft.
Die Mitglieder dieses Staatsschutzsenats bestreiten jetzt schriftlich, dass der Richter Berthold Klein diese Aussage gemacht hat.
Auch die Herausgeberin der Onlinezeitung »scharf-links«, Edith Bartelmus-Scholich, erhielt einen Strafbefehl über 12000 Euro wegen der Veröffentlichung desselben Artikels. Edith hat dagegen Widerspruch eingelegt und der Prozess beginnt am 12.2.
Vergegenwärtigen wir uns kurz, wie diese Schauprozesse in Stuttgart und Düsseldorf ablaufen:
Linke anatolische Menschen werden in der BRD auf Grund von Folteraussagen aus der Türkei verhaftet und verurteilt. Diese 6 Gefangenen hier sind durchweg 23 Stunden allein in ihrer Zelle, Briefe „verschwinden“, es hagelt Besuchsverbote, ProzessbeobachterInnen werden verprügelt und zu Geldstrafen verurteilt. Faruk, einem von diesem Gefangenen droht nach seiner Verurteilung die Abschiebung in die Türkei!
Alle diese Maßnahmen haben das Ziel, die Eingebunkerten lebendig im Knast zu begraben und die Menschen draußen einzuschüchtern.
Faruk bezeichnet diese „umfassendes Isolationsprogramm als „Weiße Folter“ mit dem Ziel, uns zu zermürben.“
Das alles haben Gefangenen Info und scharf-links thematisiert, die beiden Verfahren haben die Funktion, Menschen draußen einzuschüchtern und linke Medienöffentlichkeit mit hohen Geldstrafen zu belegen, zu kriminalisieren und sie schlussendlich mundtot zu machen.

Deshalb ist es wichtig:
- Die §§ 129b-Prozesse in Düsseldorf und Stuttgart kritisch zu beobachten und zu begleiten!
- Solidarisiert Euch mit dem Gefangenen Info und scharf-links!

WBA antirep soliparty 22.01.10 – K9


Veranstaltungstipp: Feueralarm

Feueralarm! Was haben Grillanzünder mit Extremismustheorie, Repression und Rechtsstaat zu tun? Seit Monaten kommt es zu einer medialen Hetzkampagne und staatlicher Repression gegen die linke Szene Berlins. Von „Haßbrennern“, „Kieztaliban“ und „rotlackierten Faschisten“ ist die Rede. Betroffen sind nicht nur Autonome und Antifaschisten, sondern auch Kriegsgegner und selbst Bundestagsabgeordnete der Linkspartei. Doch wie reagiert die politische Linke auf die Hetze und die Forderung sie gesellschaftlich zu isolieren?

Inge Höger (MdB, Die Linke)
Michael Kronawitter (Antifaschistische Linke Berlin)
Eine Vertreterin der Internationalen Liga für Menschenrechte
Evrim Baba (MdA, Die Linke)
Kirill Jermak (Anmelder „Revolutionäre 1. Mai-Demonstration“, Berlin)

20.01.2010 | 19:00 Uhr | junge- Welt Ladengalerie (Torstarße 6; nähe U-Bhf Rosa Luxenburg Platz U2; 10119 Berlin)

„Es ist doch pervers, dass Autos abgefackelt und sogar Quartiersmanager angegriffen werden, weil einige Individuen es schön finden, wenn Stadtteile besonders morbide sind.“ – Klaus Wowereit
„Linke Politiker müssen sich deutlicher von Gewalt abgrenzen“ – Dieter Glietsch

Petition an Obama gegen die Todesstrafe und für Mumia Abu-Jamal


Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer von Mumia Abu-Jamal,

bitte unterscheibt und helft alle mit, diese neue Petition zu verbreiten

WIR, DIE UNTERZEICHNER, ersuchen Sie hiermit, sich gegen die Todesstrafe für Mumia Abu-Jamal auszusprechen sowie gegen die Todesstrafe für viele Männer, Frauen und Kinder überall auf der Welt, die ihrer Hinrichtung entgegensehen. Diese höchste Form der Bestrafung ist für eine zivilisierte Gesellschaft inakzeptabel und untergräbt die Menschenwürde. (Generalversammlung der Vereinten Nationen, Moratorium on the Use of the Death Penalty, Resolution 62/149, 18. Dez. 2007; bestätigt: Resolution 63/168, 18. Dez. 2008.)

Herr Abu-Jamal, ein renommierter schwarzer Journalist und Autor, befindet sich seit fast drei Jahrzehnten in Pennsylvania im Todestrakt. Auch wenn Sie keinen direkten Einfluss auf sein Schicksal als zum Tode verurteilten Gefangenen eines Bundesstaates nehmen können, bitten wir Sie als moralische Führungspersönlichkeit auf der Weltbühne, ein Moratorium der Todesstrafe in seinem wie in allen anderen Fällen zu fordern. Herr Abu-Jamal ist weltweit zu einem Symbol, zur „Stimme der Unterdrückten“ im Kampf gegen die Todesstrafe und andere Menschenrechtsverletzungen geworden. Über 20.000 Menschen auf der Welt erwarten ihre Hinrichtung, davon allein in den Todestrakten der Vereinigten Staaten über 3.000.

Das Gerichtsverfahren gegen Herrn Abu-Jamal im Jahr 1982 war von Rassismus belastet und wurde in Philadelphia durchgeführt, einer Stadt mit einer langen Geschichte von Polizeikorruption und Diskriminierung. Amnesty International – mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet – „stellt fest, daß zahlreiche Aspekte dieses Falles eindeutig gegen die internationalen Mindeststandards zur Gewährleistung eines fairen Prozesses verstoßen. Den Interessen der Gerechtigkeit wäre am besten durch ein neues Verfahren für Mumia Abu-Jamal gedient. Das Verfahren sollte im vollen Umfang den internationalen Standards für Gerechtigkeit entsprechen und die Verhängung der Todesstrafe nicht gestatten.“ (dt.: Ein Leben in der Schwebe – Der Fall Mumia Abu-Jamal, amnesty international Deutschland, Oktober 2000, S. 34; www.amnesty.org/en/library/info/AMR51/001/2000.)

[Anmerkung: Diese Petition ist von Mumia Abu-Jamal und seinem Hauptverteidiger, Robert R. Bryan aus San Francisco, autorisiert.]



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